Den Geschmack des Waldes einfangen – ha! Das geht! Und zwar mit diesem Fichtenspitzenhonig-Rezept.

Er schmeckt soo gut, ist eine super vegane Honig-Alternative und sichert uns einige der gesunden Inhaltsstoffe der Fichte.

 

Was wir für den Fichtenspitzenhonig brauchen

  • ca. 300 g junge Fichtenwipfel/Fichtenspitzen
  • 1 L Wasser
  • ca. 750 g Zucker
  • Saft von 1/2  Zitrone

Kleine Hinweis vorweg: Wenn du keine Lust hast, den Honig um die 2 Stunden einkochen zu lassen, kannst du auch Gelierzucker nehmen und ein Gelee anstelle des Honigs machen.

 

Die Spitzen sicher sammeln

Die Fichte könnte man ohne Erfahrung und Infos mit der sehr giftigen Eibe verwechseln. Deshalb achtet bitte auf die typischen Erkennungsmerkmale beider Bäume.

 

Erkennungsmerkmale der Fichte

  • Die Nadeln der Fichte sind eher spitz und stechend
  • Die Nadeln sitzen auf kleinen rindenfarbigen Stielen
  • Die Nadeln stehen rund herum vom Ast ab
  • Fichtenzapfen hängen herunter (bei der Tanne stehen sie beispielsweise)

Die Nadeln der Eibe hingegen sind weich und wachsen eher flach/seitlich aus den Ästen. Außerdem wächst die Eibe eher bauchig, während die Fichte recht gradlinig spitz zuläuft.

 

Du dürftest die Fichte in Deutschland ziemlich schnell ausfindig machen. Mach dich schlau, ob jemand in deinem Freundes-/Familienkreis Nadelbäume im Garten stehen hat. Dann weißt du außerdem, was du vor der Nase hast. Wenn du dann fündig geworden bist, pflücke bestenfalls nur 2-3 Fichtenspitzen pro Zweig. Wir wollen der Fichte ja nicht all ihre neuen Nadeln rauben. Noch besser ist es, wenn du an verschiedenen Bäumen sammelst.

 

 

..und los geht`s mit dem Fichtenspitzenhonig Rezept

Anleitung

  • Fichtenwipfel wenn nötig waschen
  • Die Fichtenwipfel in einen großen Topf geben und mit dem Wasser auffüllen. Die Wipfel sollten gut bedeckt sein. Beschwere sie bestenfalls mit einem Teller

  • Den Topf lässt du nun für einige Stunden stehen (je länger desto intensiver – ich habe ihn ca 8 Stunden ziehen lassen)
  • Danach kommt der Topf samt den Wipfeln auf den Herd. Nicht wundern: Das Wasser wird milchig

  • Lass das ganze 45 Minuten lang bei niedriger Temperatur leicht köcheln.
  • Nimm es dann vom Herd und lass es im Ganzen nochmal ein paar Stunden ziehen und abkühlen (ich habe es aus zeittechnischen Gründen einfach über Nacht stehen lassen – war supi).
  • Wenn es abgekühlt ist, kannst du den Sud absieben. Drücke die Wipfel gut dabei aus.

  • Wiege wie viel Flüssigkeit du gewonnen hast und fülle den gleichen Anteil Zucker ab.
  • Jetzt kommt der Sud nochmal, samt dem Zucker und dem Saft der Zitrone auf den Herd.
  • Bei niedriger Temperatur langsam köcheln lassen. Kann so 1- 2 Stunden dauern. Bei mir waren es ca anderthalb.
  • Umrühren nicht vergessen!
  • Der Fichtenhonig wird so lange gekocht, bis er etwas eindickt, zähflüssig vom Löffel läuft und leichte Blasen bildet. Der Honig wird sehr viel dickflüssigker nach dem abkühlen. Warte also nicht zu lange, sonst wird er zu hart.

  • Mach den Konsistenz Test indem du den Honig auf einen Kalten Teller tropfen lässt. Da siehst du direkt, wie das Endergebnis ist.
  • Nun kommt der fertige Fichtenspitznhonig ins sterile und beschriftete Glas.
  • Verschließen und kurz über Kopf stellen.

 

Hier eine Idee, was man mit dem Honig anstellen kann: Ab aufs Brot mit ihm und Holunderblüten drauf. Sooooo gut!!

 

 

Viel Spaß mit dem Fichtenspitzenhonig-Rezept 🙂

Eure Isabel

 

*** Hinweis: Ich bin keine Medizinerin und habe auch keine Ausbildung rund um das Thema Heilpflanzen. Alle Informationen die ihr auf dieser Seite findet, beruhen auf meinen Erfahrungen und stammen von externen Internetseiten / Büchern / Erfahrungsberichten. Alles wird gründlich von mir recherchiert. Allerdings können die hier genannten Informationen eine ärztliche Behandlung nicht ersetzen. Wenn es euch also schlecht geht, wagt den Schritt zum Arzt/Heilpraktiker oder Apotheker.

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